Pressemitteilung Nummer 84
Drum schonet mir Prospekte nicht und nicht Maschinen - Zur Aufführungsgeschichte von Richard Wagners Ring des Nibelungen

Foto: Andrea Forster, Bayreuth
Referent: Dr. Sven Friedrich, Direktor des Richard Wagner Museums Bayreuth
Richard Wagners Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend, die Tetralogie Der Ring des Nibelungen, ist das beispiellose Werk des Musiktheaters schlechthin. Nicht nur hinsichtlich seiner rein quantitativen Ausmaße mit einer Aufführungsdauer von insgesamt rund 14 Stunden, sondern auch im Hinblick auf die besonderen Anforderungen an Sänger, Orchester, Bühnentechnik und Zuschauer.
Aus diesem Grund gilt das Motto des Theaterdirektors im Vorspiel zu Goethes Faust, das diesem Vortrag den Titel gibt, in besonderer Weise auch für Wagners Ring. Und nicht zuletzt aus diesem Grund war Wagner der Überzeugung, dass dieses gigantische Werk angemessen nur in Form exklusiver Festaufführungen verwirklicht werden könne, für die er in Bayreuth das Festspielhaus erbauen ließ, wo das Werk 1876 erstmals zur Gänze über die Bühne ging.
Lange Zeit war der Ring daher den großen Staats- und Stadttheatern vorbehalten. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wagen sich aber auch immer wieder kleinere Häuser an Wagners dramatischen Mythos über das Werden und Vergehen der Welt mit zum Teil überraschend beglückenden Ergebnissen.
Der Vortrag beleuchtet Aspekte der Entstehungs- und Aufführungsgeschichte des Ring und zeigt, dass Wagners Parabel über eine durch Politik und Macht ruinierte Welt und deren Überwindung durch die erlösende Kraft der Liebe sowohl eine stets universale, überzeitliche Dimension besitzt als auch zugleich immer auch Spiegel des jeweiligen Zeitgeists ist.
Der Referent Dr. Sven Friedrich ist Direktor des Richard Wagner Museums Bayreuth, zu dem u.a. auch Wagners ehemaliges Bayreuther Domizil Haus Wahnfried gehört. Herr Dr. Friedrich ist u. a. bekannt durch seine Einführungsvorträge der Bayreuther Festspielaufführungen.
Der Vortrag findet in Kooperation von Oldenburger Landesverein und Freundeskreis des Oldenburgischen Staatstheaters am Donnerstag, dem 04. Oktober 2018, um 20.00 Uhr im Oldenburger Schloss, Schloßplatz 1, statt.
Der Eintritt beträgt 10,00 . Mitglieder des Freundeskreises des Oldenburgischen Staatstheaters und des Oldenburger Landesvereins erhalten gegen Vorlage ihres Mitgliedsausweises eine Freikarte. Die Eintrittskarten sind an der Theaterkasse (Theaterwall Oldenburg) oder über www.staatstheater.de erhältlich.