Termine

22.02.2018, 19:30 Uhr:Historischer Abend im Staatsarchiv

Das oldenburgische Wappen – ein Symbol und seine Geschichte

Referent: Dr. Jörgen Welp (Oldenburg)

Die „ammerschen Balken“ oder die „fiev Stücken“ sind, in der Regel zusammen mit dem im 15. Jahrhundert hinzugekommenen sogenannten Delmenhorster Steckkreuz, als oldenburgisches Wappen nicht nur im Oldenburger Land präsent, sondern zum Beispiel auch in Schleswig-Holstein und in Dänemark. Zusammen mit der Landesflagge gehört das Wappen zu den sichtbaren Zeichen, die das Oldenburger Land symbolisieren. Der Vortrag möchte einen Überblick über die Geschichte und die Entwicklung des Wappens vom frühen 13. Jahrhundert bis heute bieten.

Ort: Vortragssaal des Landesarchiv, Damm 43, Oldenburg

Zeit: 19:30 Uhr

25.02.2018, 14:00 Uhr:Ausstellung

Ausstellungsführung für Vereinsmitglieder: „Herkunft verpflichtet!“ - Die Geschichte hinter den Werken

Referent: Dr. Marcus Kenzler

Aufgabe der Provenienzforschung ist es, die Herkunft von Kunst- und Kulturobjekten zu klären. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Auffindung von NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kunst- und Kulturgut, das zwischen 1933 und 1945 den Besitzer wechselte. Seit 2011 werden die Sammlungen des Landesmuseums systematisch auf ihre Herkunft überprüft. Ziel ist die lückenlose Aufarbeitung der jeweiligen Provenienz und die Identifizierung von potentiell vorhandenem NS-Raubgut. Die Ausstellung „Herkunft verpflichtet!“ zieht nach rund sieben Jahren eine erste Zwischenbilanz. Anhand von rund 60 Exponaten wie Gemälden, Möbeln, kunstgewerblichen Objekten, Inventarbüchern und Auktionskatalogen werden die Hintergründe der Werke erzählt. Der Kurator der Ausstellung und Provenienzforscher des Oldenburger Landesmuseums, Dr. Marcus Kenzler, wird durch die Ausstellung führen.

Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Vereinsmitglieder, für die Eintritt und Führung kostenlos ist.

Eine Anmeldung ist per Mail oder mit der Anmeldekarte möglich.

Bitte melden Sie sich über unser Kontaktformular für diese Veranstaltung an.

Ort: Landesmuseum im Schloss

Zeit: 14:00 Uhr

01.03.2018, 20:00 Uhr:Schlossvortrag

Die Botschaft des Oldenburger Horns - eine knifflige Entdeckung

Referent: Prof. Dr. Jörgen Bracker (Hamburg)

Das sog. Wunderhorn, das sich als kostbares Stück einst im Oldenburger Schloss befand und als Kopie immer noch dort zu sehen ist, gibt nicht nur insofern Rätsel auf, als bislang niemand genau weiß, wann und auf welche Weise es in den Besitz der Grafen gelangt ist. Vielmehr blieb auch über Jahrhunderte und bis heute unklar, welche Botschaften das wohl um 1400 geschaffene, mit winzigen Reliefbildern überzogene „Oldenburger Horn“ den Zeitgenossen oder auch künftigen Generationen übermitteln wollte. Nach jahrelangen wissenschaftlichen Bemühungen ist es nunmehr gelungen, Motive, Zeichensystem und Repertoire von Symbolen zu entdecken, aus denen sich eine klare Abfolge aller Darstellungen auf dem Horn ableiten und der Sinn dieser Aneinanderreihungen verstehen lässt. Soviel sei vorweg enommen: Das um 1400 geschaffene Stück will in seiner Sprache den Zeitgenossen die großartigen Leistungen der Königin Margrete nahebringen, die in der Zeit ihrer Regentschaften von 1375 bis 1412 das vom Krieg mit der Hanse und ihren Verbündeten, von Besatzung und Thronstreitigkeiten stark in Mitleidenschaft gezogene Dänemark wieder aufzurichten und sich im Jahre 1397 an die Spitze einer aus drei Königreichen bestehenden Kalmarer Union zu setzen vermochte.

Ort: Schloss Oldenburg

Zeit: 20:00 Uhr

12.04.2018, 19:30 Uhr:Historischer Abend im Staatsarchiv

Orgeln und Konfession: Impulse des 17. Jahrhunderts aus der Weser-Ems-Region

Referent: Prof. Dr. Konrad Küster (Freiburg)

Die ostfriesische Halbinsel bildet (gemeinsam mit ihren unmittelbaren Nachbarregionen) in geographischer Hinsicht das Zentralstück der Orgellandschaft, die sich seit dem Spätmittelalter in den Marschlandschaften zwischen den Niederlanden und Süddänemark entfaltete. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Dinge besonders günstig entwickelten – oder darin besonders typisch für die Gesamtregion waren. Denn nirgends sonst waren die Entwicklungen so intensiv mit konfessionellen Unterschieden verknüpft (katholisch, lutherisch, calvinistisch); nirgends sonst gingen sie so nachhaltig vom Landesherrn aus wie in Oldenburg. All dies formte diese so zentrale Region schon, ehe der Orgelbauer Arp Schnitger (1648-1719) in ihr geboren wurde und sie mit seinen Instrumenten prägte.

Ort: Vortragssaal im Landearchiv, Damm 43, Oldenburg

Zeit: 19:30 Uhr

26.04.2018, 20:00 Uhr:Schlossvortrag

Vor 100 Jahren: Oldenburg 1918. Das Ende des „Großen Krieges“ und die November-Revolution

Referent: Dr. Gerhard Wiechmann (Oldenburg)

Obwohl Oldenburg im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs insbesondere in der Lebensmittelversorgung – die alles beherrschende Frage – durchaus bessergestellt war als das übrige Deutschland, hinterließ der nun ins vierte Jahr gehende Krieg auch hier deutliche Spuren. Die täglichen Verluste von Angehörigen an der Front, die hiesigen Lazarette, die Kriegsgefangenen und die Rüstungsindustrie mit ihren zahlreichen Arbeiterinnen sowie Versorgungsmängel auf allen Ebenen ließen auch die Einwohner der sonst eher beschaulichen Residenz den Krieg hautnah erleben. Die Krise des Jahres 1918 endete in der Novemberrevolution, bei der anfänglich unklar war, ob der neue deutsche Staat nach russischem Vorbild als Räterepublik oder aber als parlamentarische Demokratie gestaltet werden sollte. Anhand neuer regionaler Forschungsliteratur soll ein Bild von Stadt und Umland vom Frühjahr 1918 bis Februar 1919 gezeichnet werden, dass diese Entwicklung nachvollziehbar machen soll.

Ort: Schloss Oldenburg

Zeit: 20:00 Uhr

21.06.2018, 00:00 Uhr:Historischer Abend im Staatsarchiv

Die russischen Kaiser aus dem Hause Holstein-Gottorf-Oldenburg und ihre Beziehungen zum Herzogtum Oldenburg

Referent: Prof. Dr. Gerd Steinwascher (Oldenburg)

Mit dem Jahr 1762 begann im russischen Kaiserreich die Ära der Herrscher aus dem Haus Holstein-Gottorf, das wiederum zur Dynastie der Oldenburger gehörte. Zur „Stammgrafschaft“ an Weser und Hunte gab es dabei enge Beziehungen, als die Holstein-Gottorfer das neu geschaffene Herzogtum Oldenburg in Besitz nehmen konnten. Besonders wichtig waren für Oldenburg die wohl bekanntesten russischen Herrscher dieser Zeit: Katharina II. und Alexander I. Im Vortrag werden die Beziehungen erläutert und zugleich eine Archivalienschau eröffnet, in der einige bedeutende Kaiserurkunden zu sehen sein werden. Zur Ausstellungseröffnung soll zudem eine Veröffentlichung des Landesarchivs fertig werden, die sich mit dem Thema Niedersachsen und Russland beschäftigt.

Ort: Vortragssaal des Landesarchivs, Damm 43, Oldenburg

Zeit: 00:00 Uhr