Termine

21.06.2018, 19:30 Uhr:Historischer Abend im Staatsarchiv

Die russischen Kaiser aus dem Hause Holstein-Gottorf-Oldenburg und ihre Beziehungen zum Herzogtum Oldenburg

Referent: Prof. Dr. Gerd Steinwascher (Oldenburg)

Mit dem Jahr 1762 begann im russischen Kaiserreich die Ära der Herrscher aus dem Haus Holstein-Gottorf, das wiederum zur Dynastie der Oldenburger gehörte. Zur „Stammgrafschaft“ an Weser und Hunte gab es dabei enge Beziehungen, als die Holstein-Gottorfer das neu geschaffene Herzogtum Oldenburg in Besitz nehmen konnten. Besonders wichtig waren für Oldenburg die wohl bekanntesten russischen Herrscher dieser Zeit: Katharina II. und Alexander I. Im Vortrag werden die Beziehungen erläutert und zugleich eine Archivalienschau eröffnet, in der einige bedeutende Kaiserurkunden zu sehen sein werden. Zur Ausstellungseröffnung soll zudem eine Veröffentlichung des Landesarchivs fertig werden, die sich mit dem Thema Niedersachsen und Russland beschäftigt.

Ort: Vortragssaal des Landesarchivs, Damm 43, Oldenburg

Zeit: 19:30 Uhr

04.10.2018, 20:00 Uhr:Schlossvortrag

„Drum schonet mir Prospekte nicht und nicht Maschinen“ - Zur Aufführungsgeschichte von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“

Referent: Dr. Sven Friedrich (Bayreuth)

Richard Wagners „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“, die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ ist das beispiellose Werk des Musiktheaters schlechthin. Nicht nur hinsichtlich seiner rein quantitativen Ausmaße mit einer Aufführungsdauer von insgesamt rund 14 Stunden, sondern auch im Hinblick auf die besonderen Anforderungen an Sänger, Orchester, Bühnentechnik – und Zuschauer.

Aus diesem Grund gilt das Motto des Theaterdirektors im Vorspiel zu Goethes „Faust“, das diesem Vortrag den Titel gibt, in besonderer Weise auch für Wagners „Ring“. Und nicht zuletzt aus diesem Grund war Wagner der Überzeugung, dass dieses gigantische Werk angemessen nur in Form exklusiver Festaufführungen verwirklicht werden könne, für die er in Bayreuth das Festspielhaus erbauen ließ, wo das Werk 1876 erstmals zur Gänze über die Bühne ging.

Lange Zeit war der „Ring“ daher auch den großen Staats- und Stadttheatern vorbehalten. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wagen sich aber auch immer wieder kleinere Häuser an Wagners dramatischen Mythos über das Werden und Vergehen der Welt – mit zum Teil überraschend beglückenden Ergebnissen.

Der Vortrag beleuchtet Aspekte der Entstehungs- und Aufführungsgeschichte des „Ring“ und zeigt, das Wagners Parabel über eine durch Politik und Macht ruinierte Welt und deren Überwindung durch die erlösende Kraft der Liebe sowohl eine stets universale, überzeitliche Dimension besitzt wie zugleich immer auch Spiegel des jeweiligen Zeitgeists ist.

Dr. Sven Friedrich ist Direktor des Richard Wagner Museums Bayreuth und u.a. bekannt durch die Einführungsvorträge der Bayreuther Festspielaufführungen. Der Oldenburger Landesverein nimmt die erste vollständige Aufführung des „Rings“ am Oldenburgischen Staatstheater – ein wahrhaft historisches Ereignis der hiesigen Kulturgeschichte – zum Anlass, einen Vortrag zur Ring-Thematik in sein Programm aufzunehmen.

In Kooperation mit dem Freundeskreis des Oldenburgischen Staatstheaters. Über den Beginn des Kartenvorverkaufs werden an dieser Stelle rechtzeitig informieren.

Ort: Schloss Oldenburg

Zeit: 20:00 Uhr