Artikel und Berichte

02.03.2018: Schlossabend mit Prof. Dr. Bracker

von Detlef Lubenau

Der Historiker und Archäologe Prof. Dr. Jörgen Bracker war am 1. März 2018 Gast des Schlossabends des Oldenburger Landesvereins und referierte über seine Entdeckungen bzgl. des Oldenburg Wunderhorns.

Wie großartig der Schlosssaal für diesen Abend und dieses Thema geeignet sei, betonte der stv. Vors. des OLV Prof. Dr. Holbach in seiner Begrüßung, befindet sich doch ein Wandgemälde bzgl. der Legende über das Oldenburger Wunderhorn an der Stirnseite des Saales, und in einer Vitrine diente die Oldenburger Ausfertigung als Anschauungsobjekt. Das Original befindet sich im Schloss Rosenborg in Kopenhagen.

In jahrelangen wissenschaftlichen Bemühungen hat sich der Referent die Bedeutung der vielen filigranen Darstellungen auf dem Horn angenommen und diese in seinem Vortrag mit geradezu kriminalistischer Auslegungskunst dargestellt und begründet. Der Tatenbericht der Figuren auf dem Horn ist außerordentlich überraschend und spannend und lässt in seinem Kontext darauf schließen, dass dieses Kleinod als Trinkhorn zu Ehren der Königin Margarete I. von Dänemark während des Krönungs-Zeremonielles des ersten Königs der Kalmarer Union am 17. Juni 1397 genutzt werden sollte. Damit muss es in einem bisher nicht gekannten Zusammenhang der norddeutschen und skandinavischen Geschichte gesehen werden. Für uns Oldenburger Zuhörer war insbesondere interessant, dass Dokumente aus dem hiesigen Landesmuseum aus dem 19. Jhd. entscheidend dazu beitrugen, die Unterlagen für die Herstellung der Oldenburger Kopie im Jahre 1883 zu erarbeiten.

Prof. Dr. Bracker stand nach dem Vortrag zur Beantwortung und Erörterung noch offener Fragen und zur Signierung der von ihm erstellten Broschüre über seine Arbeit zur Verfügung. (Ein Wunderhorn für die Königin - erschienen im KJM-Verlag).

Bilder dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

26.02.2018: Artikel in der NWZ

Wie ein Direktorium von neun Männern den damaligen Freistaat Oldenburg vor 100 Jahren verwaltet und regiert hat, beleuchtet ein neues Buch aus der Reihe „Oldenburger Forschungen“ des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur und Landeskunde. Der Titel lautet „Von der sozialistischen Revolution zur praktischen Tagespolitik und Staatsverwaltung – Das Direktorium des Freistaats Oldenburg in seinen Protokollen 1918/1919“. Das Buch wurde herausgegeben und kommentiert vom leitenden Archivdirektor des Niedersächsischen Staatsarchivs Oldenburg a. D., Prof. Dr. Albrecht Eckhart, und am Freitag offiziell in Oldenburg vorgestellt.

(V.l. Jürgen Herold, Björn Thümler,

Albrecht Eckhardt, Prof. Dr. Rudolf Holbach)

Quelle: Nordwest-Zeitung